Ein knappes halbes Jahr vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) rechnen die Wettanbieter mit einem erneuten Duell von Spanien und Deutschland. Beide Teams hatten sich bereits im Finale der EM 2008 gegenüber gestanden, damals war die DFB-Elf klar mit 0:1 unterlegen. Zwei Jahre später, bei der WM in Südafrika, traf man sich erneut, dieses Mal im Halbfinale. Die Spanier hatten wieder das bessere Ende für sich, die deutsche Mannschaft war aber näher an einem Sieg als je zuvor. Mittlerweile ist die DFB-Elf sportlich gereift und viele Fachleute sehen in ihr bereits die beste Nationalmannschaft der Welt, zumindest das Niveau der Spanier scheint mittlerweile erreicht. Zwar gilt Spanien weiter als Titelanwärter Nummer eins, Deutschland liegt bei den Wettquoten aber ganz dicht dahinter.
Nach der Auslosung für die Endrunde 2012, könnten sich beide Teams frühestens im Halbfinale begegnen, unabhängig davon, wer sich als Gruppenerster oder -zweiter für die K.o.-Runde qualifiziert.
Der Titelverteidiger erwischte eine vergleichsweise günstige Auslosung und sollte in der Gruppe C gegen Kroatien, Irland und Italien keine Probleme haben ins Viertelfinale einzuziehen. Gleich im ersten Gruppenspiel am 10. Juni, wartet der stärkste Gegner, Italien. Gegen die Squaddra Azzurra hat der Europameister zuletzt bei einem Freundschaftsspiel im August 2011 mit 1:2 verloren. Im Auftaktspiel dürfte die Entscheidung über den Gruppensieg fallen, die beiden folgenden Partien gegen Irland (14. Juni) und Kroatien (16. Juni) sind Pflichtaufgaben. Beide Gegner mussten über den Umweg der Play-offs gehen, um ihr EM-Ticket zu lösen.
Für Deutschland ist der Weg ungleich schwerer, Jogis Jungs landeten in der Gruppe B, gemeinsam mit den Niederlanden, Dänemark und Portugal. Ein gemächliches ins Turnier Starten, wird es dieses Mal nicht geben, schon im ersten Gruppenspiel (9. Juni) wartet mit Portugal ein Mitfavorit auf den EM-Titel. Die Portugiesen wurden zwar zuletzt bei Welt- und Europameisterschaften bezwungen, das Team um Goal-Getter Christiano Ronaldo ist aber stets brandgefährlich. Im zweiten Gruppenspiel (13. Juni) wartet mit Holland ein noch größeres Kaliber auf die DFB-Elf. Die Oranjes liegen bei den Buchmachern auf dem dritten Platz der Titelfavoriten und spielen einen ähnlich schnellen Offensivfußball wie das deutsche Team. Den letzten direkten Vergleich gewannen allerdings Jogis Jungs im Herbst 2011 mit 3:0. Mit der Partie gegen Dänemark (17. Juni) kommt die Gruppenphase zum Abschluss. Ein Sieg gegen die Außenseiter ist fest eingeplant, ohne dürfte es kaum zum einem deutschen Gruppensieg reichen.



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